Faschingstreiben 2025
Sanitätsdienst beim
45. Gaimersheimer Faschingszug
Einsatzkräfte des BRK versorgen Alkoholisierte und Verletzte – vermehrt Jugendliche und junge Erwachsene unter den Patienten
Im Rahmen des Faschingstreibens wurden in diesem Jahr insgesamt 31 Versorgungen dokumentiert:
Darunter neben 8 Alkoholintoxikationen auch 3 Fälle mit Schnittwunden, 4 Patienten hatten Gesichtsverletzungen und 6 meist sturzbedingte Schürfwunden.
2 Patienten wurden ins Klinikum Ingolstadt überstellt – bei einer 18-jährigen Patientin wurde wegen des Verdachts auf Gabe von K.O.-Tropfen bereits vor Ort von der Notärztin eine Blutabnahme durchgeführt.
Das von der Gemeinde Gaimersheim per Allgemeinverfügung verfügte Glasflaschenverbot in der Feierzone hat die Anzahl der Schnittverletzungen beim Gaimersheimer Faschingsumzug bzw. beim anschließenden Faschingstreiben im Ortskern deutlich reduziert, für die Einsatzkräfte des BRK ist es allerdings nach wie vor nicht nachvollziehbar, dass das von der Gemeinde erlassene Verbot augenscheinlich nur für das Publikum gilt und die Teilnehmer des Umzugs weiterhin Glasflaschen mitführen. „Gerade im direkten Umfeld der Motto-Wagen stellt Glas im Falle eines Unfalles für die Teilnehmer und natürlich auch für unsere Einsatzkräfte ein erhebliches Verletzungsrisiko dar“, so der Vorsitzende der Wasserwacht Gaimersheim, Hans Wärmann.
Die nach einer validierten Risikobewertung – dem sog. Maurer-Schema – ermittelte Sollstärke der Einsatzkräfte wird seit Jahren für Aus- und Fortbildungszwecke mit zusätzlichen Praktikanten/Hospitanten deutlich aufgestockt. So waren aus den Wasserwacht-Ortsgruppen Gaimersheim und Großmehring sowie den BRK-Bereitschaften Böhmfeld und Kösching insgesamt 40 Einsatzkräfte und 1 Notärztin im Einsatz. Es waren 2 Rettungstransportwagen (RTW) sowie 1 Krankentransportwagen (KTW) vor Ort.
Während des Faschingsumzuges werden die 3 Einsatzfahrzeuge vorsorglich an geeigneten Standorten entlang der Strecke bereitgehalten, an den engeren Stellen der Route beziehen weitere 6 Fußtrupps an festgelegten Punkten Stellung. Über Funk werden die Fahrzeugbesatzungen und die Fußtrupps durch die örtliche Einsatzleitung koordiniert und mit Ende des Zuges wieder am Stützpunkt zusammengezogen.
Für den weiteren Abend werden die Kräfte dann nach kurzer Einsatzbesprechung für das noch laufende Faschingstreiben im Ortskern neu organisiert.
Der Stützpunkt mit eigener Einsatzzentrale und ein Behandlungsplatz mit 6 (Feld-)Betten wurde, wie schon in den Jahren zuvor, im Gaimersheimer BACKHAUS eingerichtet.
Von dort aus werden auch die eingesetzten Kräfte über Funk koordiniert. Auch wenn aus der feiernden Menge über die Notrufnummer 112 an die Integrierte Leitstelle (ILS) Notrufe abgesetzt werden, ist die ILS über den digitalen BOS-Funk mit den Kräften vor Ort in direktem Kontakt, so dass die nach dem Faschingsumzug rund um den Marktplatz patrouillierenden Sanitätstrupps schnellstmöglich Hilfe leisten können.
Beendet wurde der Sanitätsdienst-Dienst am Faschingssonntag kurz nach 23:00 Uhr. Die vollständige Räumung des Stützpunktes im BACKHAUS samt Reinigung erledigte die Gaimersheimer Wasserwacht dann am Rosenmontag nach kurzem gemeinsamen Frühstück.
In Summe wurden für den gesamten SAN-Dienst inkl. Vor- und Nachbereitung rund 400 Einsatzstunden erfasst – die Wasserwacht Gaimersheim bedankt sich ausdrücklich bei allen beteiligten Einsatzkräften für den vorbildlich abgeleisteten Dienst und vor allem für die äußerst kollegiale und konstruktive Zusammenarbeit.
